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14 Mar 18

Der Nabel der Welt kommt in Bewegung

Der Erlass von Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte durch die Vereinigten Staaten von Amerika hat die Nickelnotierung an der London Metal Exchange (LME) weitgehend unbeeindruckt gelassen. Nach einem kurzen Hüsteln, welches bis knapp über USD 13.100,00/mt reichte, handelt das wichtige Basismetall aktuell wieder bei rund USD 13.800,00/mt und damit weitgehend unverändert zu den Vorwochen. Der Widerstand von USD 14.000,00/mt konnte allerdings auch weiterhin noch nicht nachhaltig durchbrochen werden. Diese Stabilität ist auch plausibel, denn der mengenmäßige Nickelbedarf wird durch Zölle eher kaum beeinflusst. Donald Trump hat also tatsächlich seine Twitter-Nachricht wahr gemacht und die angedrohten Strafzölle per Dekret erlassen. Begründet hat er diesen Schritt mit nationalen Sicherheitsinteressen. Rost und Korrosion kann er bei rostfreien Edelstählen aber kaum meinen.

Was man aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass der Präsident mit diesen Maßnahmen vor allem einen schädigt und das sind die Vereinigten Staaten selbst. Aber ihm geht es vermutlich weder um das eine, noch das andere. Ihm geht es um „Make America great again !“. Und ja, die USA waren einmal groß: Konjunkturlokomotive, Weltpolizei, Supermacht, Hüter der Demokratie und so weiter. Und die USA wären noch großartiger, wenn die Wähler einmal die Folgen dieser unausgewogenen Politik reflektieren und spätestens bei der nächsten Wahl die Konsequenzen ziehen würden. Wie bitter es sein kann, den einfachen Parolen der Populisten auf den Leim zu gehen, erleben gerade die Briten. Unilever gab bekannt die Firmenzentrale in London zugunsten von Rotterdam aufzugeben.

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