News item

14 Sep 17

Elektromobilität ist Planwirtschaft

Sinnvolle E-Mobilität ist daher immer auch untrennbar mit einer Energiewende verbunden. Käme in Deutschland sämtlicher Strom aus alternativen Energiequellen, so wäre das Elektroauto schon ab 25.000 Kilometern Laufleistung im grünen Bereich. Doch auch damit ist die Frage noch nicht abschließend geklärt, ob sich die Elektromobilität durchsetzen wird und überhaupt soll.

Im Augenblick erleben wir einen sehr großen Hype, an dem sich neben Politik und Medien selbst die großen Automobilkonzerne, die eigentlich auf den Brennstoffmotor setzen, sehr gerne beteiligen. Denn einerseits kann man damit das nach dem sogenannten „Diesel-Skandal“ bei Politik und Bevölkerung versaute Image aufbessern. Andererseits winken üppige Subventionen durch den Staat, um die Elektromobilität abzuschieben. Doch da beginnt das Problem. Wenn es der Politik nicht darum geht bestimmte Emissions- und Umweltziele zu definieren und zu erreichen, sondern eine bestimmte Technik schon a priori zu privilegieren, dann läuft wieder einmal etwas falsch. Denn am Ende sollen Ziele erreicht werden, mit welcher Technik auch immer. Vielleicht ist ja aus alternativen Energiequellen hergestellter Wasserstoff ein wesentlich besserer und günstigerer Energieträger als in Batterien gespeicherter Strom. Das soll aber der mit Umweltzielen flankierte Markt entscheiden und dabei den Erfindergeist der Ingenieure motivieren. Die beste Technik, bei einem sinnvollen Preis-/Umwelt- und Leistungsverhältnis, soll sich doch am Ende durchsetzen. Ansonsten läuft man Gefahr in eine Sackgasse zu geraten, aus der man später ganz schlecht wieder herauskommt, weil alles auf eine von vorneherein politisch verordnete Technik ausgerichtet wurde.

File: Lesen Elektromobilität ist Planwirtschaft (PDF)

Seite: zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 vorwärts

Newsletter abonnieren

Newsletter abbestellen >>

Newsletter abbestellen