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14 Sep 17

Elektromobilität ist Planwirtschaft

Allerdings wird Nickel für die Batterieproduktion in durchaus anderen Formen benötigt, als für die Produktion nichtrostender Stähle und von Legierungen, die heute den Großteil des Verbrauchs von Primärnickel darstellen. So denkt der kanadische Nickelproduzent Sherritt International darüber nach, eine Fabrik zur Produktion von Nickelsulfat zu bauen. Das ist eine puderähnliche Substanz, die insbesondere für den Einsatz in der Batterieherstellung geeignet ist. Sollte es so kommen, wie von den einen erhofft und von anderen prognostiziert, sollten sich dadurch strukturelle Änderungen in der Metallnachfrage ergeben, die zu Engpässen führen könnten. Diese konnte man beispielsweise in den Jahren bis 2007 erleben, als es neben einem starken Nachfragewachstum aus China, zusätzlich erhebliche strukturelle Angebotsengpässe gab.

Allerdings kann man nur davor warnen, bei aller Euphorie bezüglich der Elektromobilität die Realitäten und Fakten aus den Augen zu verlieren. Wie eine Nachrichtensendung im deutschen Sender ZDF berichtete, ist es bei einer gesamthaften Betrachtung aller Umweltauswirkungen von der Produktion, über die Nutzung bis zur Entsorgung eines Fahrzeugs so, dass bei einem Elektrofahrzeug unter Zugrundelegung des aktuellen deutschen Energie-Mix zur Stromerzeugung ein Elektroauto erst nach 80.000 Kilometern positiver für die Umwelt ist, als ein mit einem fossilen Motor angetriebenes Fahrzeug. Je nach Nutzungsdauer und Fahrleistung der Kraftfahrzeuge, wird es daher für das Elektrofahrzeug gar nicht so leicht. Klimaneutral sind auch Elektrofahrzeuge ohnehin nicht, es sei denn diese würden jeweils 1 Million Kilometer zurücklegen. Auch Studien im Auftrag der Schweizer Bundesregierung sowie der Weltgesundheitsorganisation WHO äußern sich skeptisch zur angeblichen Überlegenheit der Elektrofahrzeuge. Denn am Ende kommt es immer sehr wesentlich darauf an, ob das Elektroauto mit „sauberem“ oder „dreckigem“ Strom betrieben wird.

File: Lesen Elektromobilität ist Planwirtschaft (PDF)

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