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14 Aug 17

Tartarenmeldung, die „Fake News“ von Gestern

Wenn aber ein Justizministerium heute gängigen Social Media-Plattformen wie z.B. Facebook Auflagen hinsichtlich Inhalten macht, ist das zwar bei Hasskommentaren, Radikalität jeglicher Couleur, Mobbing etc., durchaus nachvollziehbar aber auch nicht immer zielgenau. Man musste nämlich feststellen, dass teilweise auch das Falsche gelöscht wurde. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten und man appellierte nunmehr an Facebook, man müsse dort dringend die Qualität von Beschwerdemanagement, Nachrichtenfiltern und Löschsoftware weiter erhöhen. Nun wird es allerdings doch etwas grotesk. Denn im Ergebnis heißt das, dass man einer riesigen, internationalen und privaten Organisation letztlich die staatliche Legitimation zu einer Zensur von Inhalten gibt. Vielleicht muss eine adäquate Lösung anders aussehen.

Die Hauptaufgabe einer Social Media-Plattform ist der Austausch von Inhalten unter den Nutzern. Dabei standen am Anfang vor allem die Verbreitung privater Inhalte, Fotos et cetera innerhalb definierter Gruppen im Vordergrund, bis sich auch Unternehmen und Informationsanbieter wie Zeitungen und Fernsehsender für diese Medien als  Informationskanäle interessierten. Damit wurde Social Media auch stärker zu einer Beschaffungs- und Verteilungsquelle für Informationen und Meldungen aller Art. Durch die Tatsache der Präsenz von „seriösen“ und „unseriösen“ Anbietern auf einer Plattform wird allerdings die Unterscheidbarkeit für die Nutzer in der Tendenz nicht leichter.

File: Lesen Tartarenmeldung, die „Fake News“ von Gestern (PDF)

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