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13 Jun 17

Old School in jeder Hinsicht

Nach Einschätzung des Autors gibt es zwei wesentliche Ursachen. Zum einen ist die Euphorie hinsichtlich des Infrastrukturprogramms der Trump-Regierung mehr als verflogen, wenn nicht ins Gegenteil umgeschlagen. Und auch die Komplexität des Brexit hinterlässt zunehmend Spuren. In China bekommt man langsam die Immobilienpreise in den Griff, aber eine Dämpfung der Baukonjunktur wird erwartet. Damit sind die Aktienmärkte in der Wahrnehmung des Standardinvestors aktuell eben doch die einzige alternative Geldanlage, die Kursrenditen verspricht. Den Rohstoffen wird hingegen durch die Anleger in der Tendenz aktuell eher wieder etwas Vertrauen entzogen. Schwächere Notierungen sind die zwangsläufige Folge. Soweit die Makroerklärung.

Auf der Mikroebene scheint die Entwicklung des Chrompreises und die jeweiligen Erwartungen die entscheidende Einflussgröße zu sein. War der Preis für Ferrochrom in 2016 weitgehend stabil, mit leicht steigendem Trend, ergab sich für den Referenzpreis der südafrikanischen Produzenten für die europäischen Verbraucher vom 4. Quartal 2016 auf das 1. Quartal 2017 ein kräftiger Anstieg von 50% beziehungsweise von USD 1,10/lb auf USD 1,65/lb. Im Vorgriff auf diesen erwarteten Preisanstieg orderte der lagerhaltende Edelstahlhandel offensichtlich offensiv und in spekulativer Erwartung eines Preisanstiegs, wodurch sich die Orderbücher der Edelstahlproduzenten gut füllten. Und mit USD 1,65/lb kam der Preisanstieg dann noch stärker als erwartet, was weitere Eindeckungen folgen ließ.

File: Lesen Old School in jeder Hinsicht (PDF)

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