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13 Jun 17

Old School in jeder Hinsicht

Vielmehr wird das preisliche Eigenleben der Rohstoffe ganz wesentlich durch Risiko- und Anlageentscheidungen von Investoren, um nicht zu sagen Spekulanten geprägt. Und da, wo nicht die Finanzmärkte spekulieren, tun es ihnen die Realgütermärkte nach, wie unten zu lesen ist. Daher kann man auch heute aus Rohstoffpreisen nicht mehr auf die Konjunkturentwicklung und auf die Aktienmärkte schließen, sowie es umgekehrt auch nicht mehr funktioniert. Daher ist die Volatilität auch nicht wirklich mehr ein Segen für den Handel jeglicher Art, denn es gibt kaum noch valide Indizien, in welche Richtung sich
Preise denn bewegen könnten. Bei den Wahlprognosen trifft das interessanterweise ebenso zu. Vielmehr scheint sich jede Bewegung selbst zu verstärken, positiv wie negativ, bei jeweils abrupten Richtungswechseln. Als Parallele könnte man hier vielleicht den sogenannten „Schulz-Effekt“ nennen. Da die vorstehende Analyse jedoch einigermaßen abstrakt ist, könnte man sich zum Beispiel einmal den Edelstahlmarkt und die damit verbundenen Rohstoffe ansehen. Das wollen wir nun gemeinsam tun:

Für die Entwicklung des Nickelpreises an der London Metal Exchange (LME) in 2017 ist so ziemlich alles verantwortlich, nur sicherlich nicht ursächlich die Konjunkturentwicklung oder irgendein anderes Early Warning Signal. Zum Jahresanfang lag der Nickelpreis bei um USD 10.000,00/mt. Im weiteren Verlauf befestigte sich die Notierung bis Ende Februar auf bis zu USD 11.000,00/mt. Im Laufe des März gab es einen Rücksetzer bis auf USD 9.900,00/mt. Dann folgte ein kurzes Innehalten und der Nickelpreis befestigte sich wieder bis auf USD 10.300,00/mt. Seitdem reduzierte sich der Nickelkurs schrittweise, zunächst auf USD 9.300,00-9.400,00/mt und nun auf USD 8.800,00-9.000,00/mt. Und hat die ganze Bewegung etwas mit Nickel im engeren Sinne zu tun? Eher nicht. Aber womit?

File: Lesen Old School in jeder Hinsicht (PDF)

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