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13 Jun 17

Old School in jeder Hinsicht

Die durchaus sehr renommierte und seriöse Schweizer Tageszeitung NZZ (Neue Zürcher Zeitung) hat im Mai einen Artikel unter dem Titel „Schwache Rohstoffpreise gehen unter – Aktienanleger ignorieren die Preissignale von Energie- und Metallkontrakten“ veröffentlicht. Kurz zusammengefasst wird darauf hingewiesen, dass die Rohstoffpreise ein Frühindikator der Wirtschaftsentwicklung sind. Auch wird am Beispiel der Korrektur von Erdöl- und Eisenerzpreis darauf hingewiesen, dass gewisse inflationäre Tendenzen nun zurückgehen könnten, was auch eine Reaktion der nach wie vor euphorischen Aktienanleger auslösen könnte. Denn die Wirkungen auf die Aktienmärkte stehen im eigentlichen Interesse des Artikels.

Nun ist die NZZ wirklich eine sehr traditionelle Zeitung, deren Gründung auf das Jahr 1780 zurückgeht, so dass man dort den Kommentar: „Das ist aber nun wirklich Old School“ fast als Kompliment verstehen könnte. Aber so ist es nicht gemeint. Vielmehr ist der volkswirtschaftliche Zusammenhang zwischen Rohstoffpreisen wie Kupfer, Öl et cetera und der Konjunktur beziehungsweise den Aktienmärkten ökonomischer Mainstream der 1980er Jahre und gehört in die Mottenkiste. Damit soll nicht gesagt sein, dass die einzelnen Parameter nicht miteinander zusammenhingen, aber leider besteht heute – genauer gesagt, seit den frühen 2000er Jahren, als aus den Rohstoffen eine sogenannte Assetklasse wurde – keinerlei stabiler Zusammenhang mehr.

File: Lesen Old School in jeder Hinsicht (PDF)

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