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Hoppediz bleibt liegen

News - 11 Nov 08

In diesen Tagen ist es trotz intensiver und breiter Beschäftigung mit der Medienberichterstattung schwer, in einem nicht enden wollenden Strom von negativen Wirtschaftsnachrichten, überhaupt irgendwelche Meldungen zu entdecken, die zumindest ansatzweise etwas Positives vermelden. Die weltweit geschnürten staatlichen Ausgabenpakete zur Stimulierung der Konjunktur, zuletzt durch die chinesische Regierung in einer Größenordnung von USD 590 Millionen, sind dabei stets sehr differenziert zu betrachten. Denn es ist häufig fraglich, inwieweit die geplanten Staatsausgaben tatsächlich einen nachhaltigen Beitrag zur Erholung der Konjunktur leisten können. Oder, ob es nicht am Ende doch nur zu einer Erhöhung der Staatsverschuldung ohne nachhaltige Effekte kommt. Weiterhin zeigen diese hektisch eingeleiteten Massnahmen nur zu deutlich, wie ernst es um die Weltwirtschaft bestellt ist. Die Aktienkurse und Rohstoffnotierungen wurden daher durch die Ankündigung dieser Pakete jeweils auch nur relativ kurz unterstützt.

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Ein Greenspan macht noch keine Krise

News - 16 Oct 08

Vom 13. bis zum 16. Oktober findet in London in guter alter Tradition die LME (London Metal Exchange) Week statt. Ein Stelldichein all jener, die in einer Beziehung zu dieser renommierten Metallterminbörse stehen. Dazu gehören Management und Mitarbeiter genauso, wie Vertreter von Produzenten und Verbrauchern, aber auch Broker und Banker, wobei insbesondere die Freude der Letzteren an der Veranstaltung durch die drastischen Entwicklungen der letzten Tage im Bankensektor einigermaßen gebremst war. Aber auch grundsätzlich ist die Stimmung schwer zu beschreiben. Diese schlicht als schlecht zu bezeichnen ist sicher nicht zutreffend, vielmehr ist weithin eine gewisse Art von Paralyse und Hilflosigkeit spürbar, da die momentane Orientierung ebenso fehlt, wie eine auch nur einigermassen verlässliche Perspektive. Diese Gemengelage resultiert inbesondere aus den nicht enden wollenden Hiobsbotschaften über die Situation bei den weltweiten Banken sowie die für die meisten Teilnehmer ungesehenen Kurseinbrüche insbesondere an den Aktienmärkten.

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Stoppt den Wahnsinn!

News - 18 Sep 08

Bei den sich derzeit an den weltweiten Finanzmärkten überschlagenden Ereignissen – mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers und der Quasi-Verstaatlichung des Versicherungskonzerns AIG als weitere, vorläufige Höhepunkte – ist es schwer, auch nur annähernd eine Aussage über die Verfassung der Rohstoffmärkte zu machen, die in ihrer Aktualität nicht morgen schon wieder überholt ist. Aus diesem Grund müssen hier einige allgemeine Anmerkungen reichen: Gold erlebt aktuell erneut eine Renaissance, nachdem auch die bisher als sicher eingestuften US-Geldmarktfonds im Rahmen der Lehman-Insolvenz Verluste melden mussten. Nur investieren heute im Gold nicht mehr hauptsächlich nur spekulativ orientierten Investoren – Gold notierte bereits im März diesen Jahres im Gleichschritt mit den Ölpreisen und stimuliert durch einen schwächeren US-Dollar bei um USD 1.000,00 pro Feinunze –, sondern die verunsicherten Anleger. Gold stellt sich für diese als safe haven (sicherer Hafen) dar, um bestehende Vermögenswerte bestmöglich zu sichern. Auf eine Verzinsung wird dabei gerne verzichtet. Bei den Basismetallen, wie Nickel, Kupfer und Aluminium, sieht es derzeit anders aus. Alle Aussichten auf eine kurzfristige Erholung der Märkte sind vor dem Hintergrund der mehr als deutlichen Eintrübung der weltweiten Konjunkturerwartungen durch die weiter um sich greifende Bankenkrise, auch von den allergrößten Optimisten wohl ad acta gelegt. Einzig eine noch stärkere Verschärfung der Krise könnte zu einer beinahe anachronistisch anmutenden Kurssteigerung führen. Dann nämlich, wenn verunsicherte Anleger auf breiter Front erkennen sollten, dass natürlich auch die Basismetalle als fungible Sachwerte, beinahe ebenso gut wie Gold, als Schutz von Vermögen dienen können. Einzig der ohnehin abgeschaffte Goldstandard für die weltweiten Währungen hätte noch einen wesentlichen Unterschied bedeutet. Aber letzteres Szenario wollen wir einmal nicht realistisch annehmen.

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Urlaub in Norilsk

News - 22 Aug 08

Die Vorstellung eines Kandidaten für die Wahl zum neuen Vorstandsvositzenden (CEO) von Norilsk Nickel sorgte im Nickelmarkt für einiges Erstaunen. Bei dem vorgeschlagenen Herrn Vladimir Strzhalkovsky handelt es sich nämlich um den ehemaligen Vorsitzenden des staatlichen russischen Tourismusbüros. Bei dem mutmasslich nicht vorhandenen Erfahrungsschatz im Haifischbecken „Metals and Mining“ fragte man sich, welche Eigenschaft wohl zu der Nominierung geführt haben möge. Während die Vorschlagenden auf die allgemeine kaufmännische Erfahrung und die guten Beziehung zur russischen Regierung verweisen, mutmassen andere, dass Potanin, Verwaltungsratsvorsitzender von Norilsk, daran interessiert sein könnte, den bisher eher matten Glanz der Stadt Norilsk als Tourismusziel aufzupolieren. Neben den widrigen klimatischen Verhältnissen und der spärlichen Fauna befindet sich Norilsk auf der Liste des Blacksmith Institues der zehn am meisten verschmutzten Städte in 2007. So gibt es für Herrn Strzhalkovsky wohl einiges zu tun. Mittlerweile wurde der Kandidat, übrigens ein Ex-KGB-Offizier, nicht überraschend zum CEO von Norilsk Nickel gewählt. Es ist aufgrund der engen Regierungskontakte anzunehmen, dass der Kreml versucht, sich in den um die Kontrolle dieses strategische Assets entbrandten Machtkampf einzuschalten. Im übrigen sind auch gewisse Übereinstimmungen im Vorgehen und in der Aussendarstellung mit anderen Bereichen in Rußland zu erkennen. Diese unterscheiden sich deutlich von dem in der letzten Ausgabe gezeichneten, positiveren Bild, dass die Volksrepublik China derzeit abgibt. Sind die unterschiedlichen Ansätze möglicherweise ein Grund dafür, dass es in China wirtschaftlich besser läuft? Was hat man von Russland sonst noch zu erwarten, die Frage muss man sich heute leider wieder stellen. Die Absicherung des Großmachtstatus durch die Kontrolle des Zugangs zu Rohstoffen (z.B. Gas und Nickel) – das kann man schon heute sicher sagen – ist dabei, sowohl in China, als auch in Rußland ein Bestandteil der Strategie.

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Halbzeit

News - 24 Jul 08

Das Kalender- und Geschäftsjahr 2008 hat die erste Hälfte vollendet. Grund genug, sich noch einmal die Daten der ablaufenden Periode zu vergegenwärtigen sowie einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Hierbei kann zur Orientierung eine Umfrage helfen, die der Nachrichtendienst Reuters unter führenden Analysten von Bankhäusern, Metallbrokern und Researchinstituten durchgeführt hat. Insgesamt wurden 45 Adressen befragt, von denen alle, mit Ausnahme von 3 Befragten, eine Meinung zum Nickelkurs hatten. Erstmals wurde in die Umfrage auch die Erwartung hinsichtlich der Nickelbilanz (Angebots- oder Nachfrageüberschuss) mit einbezogen. Hier sieht die Situation – aus welchen Gründen auch immer – schon etwas anders aus. Nur 20 Teilnehmer haben sich offensichtlich so dezidiert Gedanken zur Marktsituation gemacht, dass sie auch eine veröffentlichungswürdige Zahl zur Weitergabe an Reuters ermittelt haben. Inwiefern dieser Wert, der sich ausschliesslich auf den Primärnickelmarkt bezieht, eine tatsächliche Aussagkraft besitzt, wurde an dieser Stelle bereits mehrfach diskutiert. Dennoch kann man sich aber ohne die Ermittlung dieser Zahl wohl kaum seriös an eine Prognose der weiteren Marktentwicklung geben. Aber dies nur am Rande.

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